São Miguel

Martina & Wolfgang Junge

Tel. 00351 - 296 295 348

Lomba de Cima 51

 

P - 9555-081 Ginetes - São Miguel  Azoren - Portugal

e-mail: wolfgang.junge@azorentour.de

São Miguel – das Juwel mitten im Atlantik, mit 746 km2 und 120.000 Einwohnern die größte der Azoreninseln, von einem Pflanzenteppich überwuchert am äußersten Ende von Europa und für jeden Naturliebhaber ein Besuch im Paradies – fasziniert und überrascht jeden Tag erneut und macht den Besuch der Insel zu einem bleibenden Erlebnis. Aktivurlaub oder Beschaulichkeit? Das entscheiden Sie. Mit Sicherheit sind Sie jedoch auf São Miguel von viel Natur umgeben.

Die Wahrheit über das Azorenhoch

Die Wahrheit über das Azorenhoch besagt, dass Deutschland in den nächsten Wochen beständiges Sommerwetter haben wird, wenn sich Ende Juni im Bereich der Azoren eine stabile Hochdruckwetterlage eingestellt hat.  Diese Wetterlage ist als „Siebenschläfer“ bekannt. Dann reicht nämlich das Hochdruckgebiet mit seinen Ausläufern tatsächlich nicht nur die 1.600 Kilometer bis zum Festland sondern bis nach Zentraleuropa – also auch nach Deutschland.

Die Azoren sind das, was sie immer schon waren: Reiseziel für eine relativ kleine Zielgruppe, für Menschen, die Natur erleben und geniessen und dabei moderat ihren Körper fit halten wollen.

Auf den Azoren ticken die Uhren anders als in Deutschland. Während das Leben in Deutschland von Plan A und einem Plan B, von Zielen und zeitlichen Vorgaben bestimmt wird, wird hier das Leben weniger von Uhren als mehr von den Jahreszeiten mit wechselnder Vegetation beeinflusst.

Hier gibt es die Schulblumen (eine Amaryllisart), die zwischen Ende August und Anfang Oktober am Strassenrand blühen wie in Deutschland die Gänseblümchen. Die Blumen heissen hier so, weil auch das neue Schuljahr irgendwann im September beginnt. Eben irgend wann... Über das jeweils genaue Datum wird erst im Laufe des Septembers entschieden und dann via Internet und von Mund zu Mund informiert. Zum Schulbeginn sind in der Regel die meisten Lehrer und Schüler trotzdem pünktlich.

Bauvorhaben lassen sich nicht so genau planen, weiss doch keiner, wie oft es regnen wird…

So wird der ganze Lebensrhythmus mehr vom Wetter, dem Sonnenstand und der Vegetation bestimmt. Darauf sollte sich auch der Urlauber einstellen. Oftmals hat er bereits am deutschen Abflughafen Gelegenheit dazu, wenn der Flieger mal wieder – ohne tatsächlichen Grund – verspätet aus Portugal eintrifft. Es ist die grosse Chance des Urlaubers, Abstand zum Alltag zu gewinnen. Seine Uhr wird er bis zu seiner Rückreise nicht mehr wirklich brauchen.

Wenn morgens das Wetter noch ungemütlich ist, ist das die Gelegenheit auszuschlafen und ausgiebig zu frühstücken. Ein, zwei Stunden später kann sich aus starkem Wind und Regengüssen ein unschuldig milder Sommer-Sonnentag entwickeln. Dann ist es Zeit, um in das Mietauto zu steigen, den Himmel anzusehen und zu entscheiden, was man JETZT machen kann. Sind JETZT die Berge in den Wolken? Scheint JETZT an der Küste die Sonne? Wie ist JETZT der Seegang wegen einer eventuellen Walbeobachtungstour? Sollte man JETZT in den Thermalquellen baden? Oder sollte man JETZT doch eher die Ananasplantage oder die Teeplantage besichtigen? Doch da lädt ein toller Aussichtspunkt mit Picknickplatz unverhofft zum Verweilen ein: „Sieh mal, hier führt ein Weg ins Tal zum Fusse dieses Wasserfalls“. „Da kann man einen Abstieg zum Kratersee machen.“ Sie brauchen keinen Plan A und auch keinen Plan B. Das ist alles viel zu Deutsch. Hier heisst es: losfahren – mit einer Strassenkarte, dem gut recherchierten Reisehandbuch ohne Guide. Ein Guide würde Sie schon wieder nach einem Plan führen, dadurch in mit Wolken verhangenen Bergen ankommen und Ihnen nur Fotos davon zeigen können, wie schön es hier bei entsprechendem Wetter ist.

Einfach in den Tag starten und mal sehen, was sich daraus machen lässt. Das bringt unerwartete Erlebnisse im HIER und JETZT.

Die Temperaturen sind beständig. Die Wassermassen des Golfstromes bestimmen mit plus/minus ein, zwei Grad auch die Lufttemperatur auf diesen Fliegenklecksen im Atlantik. So gehen Ende Februar die Temperaturen selten unter fünfzehn Grad, steigen dann etwa aller zwei Wochen um ein Grad, bis sie Ende August bei fünfundzwanzig Grad angekommen sind. Danach gehen sie aller zwei Wochen um ein Grad wieder zurück, um zum Jahreswechsel bei siebzehn Grad angekommen zu sein. Da kann auch Silvester sonniges Strandwetter sein. Zwischen Tag und Nacht liegen ganzjährig kaum mehr als drei Grad.

Wenn die Sonne sich neigt, kehren Sie zurück zu Ihrem Ferienhaus, öffnen ein Bier oder einen kräftigen Rotwein, legen ein Stück Fleisch oder den im Laufe des Tages zufällig gekauften Fisch auf den Grill oder in die Pfanne, bereiten einen Salat, der Sonnenuntergang oder die Regenfronten über dem Meer sind eine Augenweide. Sie lassen den Tag Revue passieren. Morgen ist ein neuer Tag "Mal sehen, was wir daraus machen." Das ist unverfälschte Entspannung.

Massentouristen werden die Azoren eher abschrecken, auch wenn der Pleitestaat Portugal – und in seinem Gefolge verschiedene Reiseveranstalter – die Azoren als boomende Destination preisen. Es wird dort auch in Zukunft keine 300 Tage Sonne pur im Jahr geben, die Vegetation wird auch künftig nur durch den regelmässigen Regen so verschwenderisch grün sein, lange helle Sandstrände werden die Inseln vulkanischen Ursprungs niemals haben und massenweise Liegestühle sind schon wegen des fast ständigen Windes nicht attraktiv.

Wer jedoch jahrelang das Bild von milden Mittelmeerinseln und – im Zusammenhang mit dem Atlantik – den Kanaren, der Algarve und eventuell noch Madeira entwickelt hat und seine Vorstellungen jetzt auf die Azoren projiziert, wird bei seinem kurzen Aufenthalt auf den Azoren unter Umständen enttäuscht einen Realitätseinbruch erleben. Vielleicht ist er einem Reiseveranstalter auf den Leim gegangen ist, der mit bunten Bildchen für die Azoren als letzten Geheimtipp der Urlaubsbrache ähnlich geworben hat, als lägen die Azoren in der Karibik oder sind zumindest südlich gelegene Inseln mit ganzjährig mildem Klima, Liegestühlen und langen Sandstränden.

Ich verbringe seit einem Dutzend Jahren viel Zeit auf den Azoren und kann jedem potentiellem Besucher empfehlen: Machen Sie sich ausführlich kundig, ob die Azoren tatsächlich zu Ihren Vorstellungen von Urlaub und Erholung passen. Sie sind da draussen auf hoher See, mitunter bei unwetterartigem Regen und Sturm. Besorgen Sie sich ein gewissenhaft recherchiertes Reisehandbuch. Buchen Sie einen Flug. Mieten Sie ein Ferienhaus nach ihren Vorstellungen und ein Auto. Ein Kleinwagen reicht völlig aus. Bereiten Sie sich ihr Frühstück und Ihr Abendessen, wie es Ihnen schmeckt. Nehmen Sie sich ein Buch für verregnete Tage mit. Sie werden an der sauberen frischen Luft etwa eine Stunde länger schlafen als daheim. Haben Sie immer Sonnenbrille und Regenbekleidung im Kofferraum. Gönnen Sie sich eine Auszeit aus dem zeitgetriebenen Alltag. Lassen Sie die Natur erholsam auf Geist und Seele wirken. Aktivieren Sie Ihren Körper bei Wanderungen durch die üppige Landschaft. Dann erleben Sie wahrhaftig einen Urlaub voller Eindrücke und Erholung pur.

CASA DA LENHA

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